Innenpolitik

FÜRER muß sich stark für die Belange der Stadtregierung verantwortlich gefühlt haben; schließlich war er ja Mitglied des ,Aeltern Geheimen Raths', wurde 1718 Zweiter Losunger und 1725 sogar Erster Losunger (als solcher hatte er die Stadtkasse); nebenbei fungierte er noch als ,Geheimbder Rath' des Mainzer Kurfürsten und anderer Reichsfürsten. Unter dem Vorsitz dieses Politikers wurde der Orden zur öffentlichen Angelegenheit. (Das konnte HARSDÖRFER, der zum Zeitpunkt der Ordensgründung erst "im löbl. StattGericht Assessor war", sich noch nicht unterstehen.

Punkt V. dieser Satzung leitet aus der Tradition des Ordens her, daß der Präses ein Nürnberger sei, und fügt hinzu, daß er "[...] mit Genehmhaltung der Herren Scholarchen HochAdel. Herrlichk. daselbst/ von denen in Nürnberg/ und nahe um die Pegnitz herum lebenden Gesellschafftern/ aus ihrem eignen Mittel/ erwehlet werden solle; [...]". Das ist freilich ein zweischneidiges Schwert; zusätzlich zur Selbstzensur in moralischen Dingen riskierte man damit eine Oberaufsicht der Kultusbehörde in personellen Fragen. Noch so fähige Leute, wenn sie etwa als Hinterfrager und Aufklärer galten, konnten so hintangehalten werden. Zu allem Überfluß heißt es, weil der Rat dem Orden den Irrhain überlassen habe, solle man ihm auch Ehrerbietung in allem bezeigen. Aufschriften am Außenportal und an der zweiten Tür des Irrhains sollten davon Kunde geben.