Wenn man diese Gesellschaft einmal nur aus dem Blickwinkel des Blumenordens betrachten will, braucht man nur ihre Erwähnung in den Nachrufen der Mitglieder anzusehen. Die früheste Textstelle dieser Art findet sich im „Denkmal der Freundschaft” für Philipp Ludwig Wittwer, veröffentlicht im Jahr nach der Gründung der Gesellschaft: „Er war entzückt über die Idee einiger edler Freunde, eine Gesellschaft zur Beförderung der vaterländischen Industrie zu stiften, und er hatte an der Errichtung dieser Gesellschaft, von der Nürnberg gewiß vieles hoffen darf, wirksamen Antheil." Der erwähnte Kiefhaber gehörte ebenfalls zu den Pegnesen, welche diese Gesellschaft mitbegründeten: „[...] ward er im Jahre 1792 mit einer ausgesuchten Anzahl seiner Mitbürger Mitstifter, der ebenfalls heute noch daselbst bestehenden „Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie", bei welcher nach und nach er die Lektors und Sekretärsstelle, und 4 Jahre lang die Direktorsstelle bekleidete, auch verschiedenen Comitéen vorstand. [...]”. 1796 heißt es über Johann Heinrich Hässlein-Rizander: „Patriotismus und Gemeinsinn waren es, die ihn mitwürkenden Antheil an der Errichtung der Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie nehmen liesen, welche 1792. zu Stand kam, und deren erster Secretair er war.” 1795 über Johann Christoph Friedrich Seidel: „Vorzüglich brauchbar und thätig zeigte er sich insbesondere als Mitglied der seit 1792 errichteten Gesellschaft zur Beförderung der Vaterländischen Industrie, an welche er, voll des edelsten Wunsches, auf alle Weise gemeinnützig zu werden, gleich beym Anfang ihrer Entstehung, sich angeschlossen hatte.” Über Martin Kohlmann-Kriton, 1805: „Eben so wurde er auch gleich bey ihrer Entstehung Mitglied [...] der Gesellschaft zur Beförderung der vaterländischen Industrie. Auch hier war dem so patriotisch gesinnten Mann iede Gelegenheit, die er erhielt, zur Abstellung schädlicher Misbräuche, und Beförderung gemeinnüziger Anstalten sich thätig zu erweisen, äusserst erwünscht.” Selbst Panzer-Theophobus, im Kreise der hier genannten Patrioten der älteste, Präses des Blumenordens, war von Anfang an beteiligt: „Daß ihn aber das Glück, die Ruhe aller seiner Mitbürger beschäftigte, bewies seine ungeheuchelte Freude, seine herzliche Theilnahme, seine thätige Mitwürkung bey der Errichtung der Gesellschaft zur Beförderung der vaterländischen Industrie. Er war dreyzehn Jahre ihr thätiges würksames Mitglied, [...]” Einem weiteren Pegnesen, der eigentlich noch zu der vorigen, im vorigen Band geschilderten Generation gehört, Zahn-Evander, wird 1819 auch bescheinigt: „Auch von der Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie war er ein vieljähriges eifriges Mitglied.” Lapidar verzeichnet, ebenfalls 1819, Präses Seidel über Georg Wilhelm Friedrich von Löffelholz: „Was er als Direktor der Gesellschaft zur Beförderung der vaterländischen Industrie leistete, das ist bekannt." Daß Johann Ferdinand Roth, der federführende Gründer der Gesellschaft, erst 1812 in den Blumenorden aufgenommen wurde, muß nicht als grundsätzliches Fernestehen aufgefaßt werden. In den zwanzig Jahren bis dahin hatten die Pegnesen nicht nur in vielfacher Weise an den Angelegenheiten ihrer Stadt Anteil genommen, sondern auch in die Orientierung des Ordens einige der Grundgedanken des zeitgenössischen Patriotismus aufgenommen. Es ist zutreffender, von Verflechtungen der Interessen verschiedener bürgerlicher Vereine zu sprechen.