Die Jubelfeier von 1794
Am Nachmittag des 15. Juli 1794 verfügten sich die Ordensmitglieder, alle in schwarzer Kleidung (wie die Abgeordneten des Dritten Standes in der Französischen Nationalversammlung), in den oberen Rathaussaal. Dort, wo Juvenells Deckengemälde aus reichem Rahmen herableuchtete, sowie in den anstoßenden beiden Zimmern, wo Dienerschaft einen Imbiß und die Stadtpolizei eine Wache hingestellt hatte, begab sich der mit Reden vollgestopfte Teil der Feier. "Der Herr Vorsteher beschenkte die Gesellschaft mit dem zweyten Bande seiner typographischen Annalen [...]" Mit folgenden Neumitgliedern aus räumlich oder weltanschaulich entfernteren Bereichen schmückte sich der Orden zu diesem besonderen Anlaß: "Herr Georg Jacobi, Praeses des catholischen Religionsexercitii im deutschen Haus allhier [...]; Herr Johann Georg Meusel Königl. Preuß. und Hochfürstl. Quedlinburgischer Hofrath, und öffentlicher ordentlicher Lehrer der Geschichtskunde zu Erlangen; Herr Christian Wilhelm Jacob Gatterer, Churpfälzischer wirklicher Bergrath und öffentlicher ordentlicher Lehrer zu Heidelberg; [...] Herr Carl Beniamin Lengnich, Archidiacon und Bibliothekar bey der Oberpfarrkirche zu St. Marien in Danzig." Anschließend ging man in die obere Rathausvogtei zum Essen. Dort überreichten dem Präses der älteste Sohn des Arztes Panzer und dessen Freund, Dr. Friederich, sein Porträt. Sein eigener Sohn, der Kandidat Panzer, sprach einen Glückwunsch.

Am nächsten Tage ging es hinaus in den Irrhain, wo "von dem geschickten Flaschner Herrn Grübel eine geschmackvolle Illumination veranstaltet war." (Ob der geschickte, auch von Goethe gelobte Mundart-Dichter Grübel einige Jahre später in den Orden aufgenommen worden wäre, auch wenn er sich nicht mit zwei Illuminationen zu Bewußtsein gebracht hätte?) Über 1000 Personen sollen damals an diesem Fest im Freien teilgenommen haben.