ABRISS DER GESCHICHTE DES PEGNESISCHEN BLUMENORDENS ANHAND SEINER SATZUNGEN

Kriminalgeschichtlicher Einschub © Copyright Werner Kügel 2002

Genau besehen, ist es keine Abschweifung, sich mit zwei Kriminalfällen im Blumenorden an der Wende zum 19. Jahrhundert zu befassen. Auch diese Vorkommnisse lassen sich im Zusammenhang der Satzungsentwicklung betrachten, wenn auch mit einigem guten Willen und als Gegenbeispiele zum Zug der Zeit: In der Satzung von 1716 war noch die Möglichkeit des Ausschlusses von Mitgliedern ausdrücklich vorgesehen, in der von 1791/93 nicht mehr. Man hatte es nach dem Selbstverständnis der hochherzigen Ehrenmänner von damals nicht nötig, irgendwelche Sanktionen vorzusehen. Doch die Hochherzigkeit jener Zeitgenossen der bürgerlichen Revolution war das eine, die grimmige Politik- und Wirtschaftskrise im Deutschland zur Zeit der napoleonischen Wirren das andere. So fügt die nachstehende Betrachtung dem optimistischen Weltbild der Theoretiker, die im vorigen Kapitel zu Wort kamen, die notwendige Ergänzung von seiten einer trübseligen Praxis hinzu. Abzustreiten wird natürlich auch nicht sein, daß schiere Sensationsgier den Erforscher des sonst gar nicht sensationellen Blumenordens dazu bringt, sich auch einmal mit zwei Männern zu befassen, von denen der eine als Täter, der andere als Opfer zu einer gewissen Beschämung der Blumengenossen Anlaß gegeben haben.

 

Der Täter: Georg Ernst Waldau

Das Opfer: Carl Alexander Faulwetter

Exkurs des Exkurses: von Bodman Alias Dr. Müller