Neuaufnahmen



Schließlich schlägt FÜRER noch zwei Neuaufnahmen vor: "Herr Conrector Geiger und Herr Riederer wären beede zur Gesellschafft gar anständig." GOTTFRIED ENGELHARD GEIGER, CHELYSON, war noch von OMEIS 1708 zum Dichter gekrönt worden; JOHANN FRIEDRICH RIEDERER, geboren 1678, Kauf- und Handelsmann in Nürnberg, Sohn des Diakons an Sankt Egidien, war ein Sprachgenie und hatte sich in verschiedenen Ländern und allerhand kaufmännischen Berufen den Wind reichlich um die Nase wehen lassen, hielt sich 1698 längere Zeit in Paris auf, hernach in Lyon; er wurde als IRIFLOR mit der Mitgliedsnummer 105 in den Orden aufgenommen; 1711 veröffentlichte er Leichen- Hochzeit- Vermischt und Geistliche Gedichte . Sogar kabbalistisch interessiert soll er gewesen sein. Er starb 1734 am Schlaganfall.

Der erste, den FÜRER 1710 selbst in den Orden aufnahm, war übrigens der aus Leipzig als OMEIS' Nachfolger berufene Professor SCHWARZ, dessen Name etwas einfallslos auf Griechisch zum Ordensnamen MELANDER gemacht wurde. Wenn einer damals aus Leipzig kam, war er noch nicht unbedingt als Aufklärer verdächtig, aber wohl auf dem neuesten Stand der galanten Literaturbestrebungen. SCHWARZ wurde der übernächste Präses.