Personen und Persönlichkeiten

Auswärtige Ehrenmitglieder nehmen am Leben der Gesellschaft nur Anteil, insofern es ihnen gefällt, und sie arbeiten in der Regel nicht an der Verbesserung der Beziehungen zur Öffentlichkeit, noch machen sie Schwierigkeiten. Um die ganze Last anschaulich zu machen, unter der das Präsidium des Blumenordens in diesen Jahren schwitzte, müssen auch die Protokolle der laufenden Ereignisse noch einmal unter die Lupe genommen werden.

Beziehungen zur Öffentlichkeit — das konnte hochpolitisch werden: „Nürnberg, 17. August.) [1877]
Gestern Abend fand im Saale des ,goldenen Adlers’ das Festbankett zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Germanischen Museums statt. […] Nachdem Herr Dr. Essenwein einen Toast auf den Kaiser von Oesterreich ausgebracht, ergriff Herr geh. Regierungsrath v. Osten-Sacken aus Wien das Wort. […] Herr Dr. Beckh sen. brachte seinen Trinkspruch der ,Einheit zwischen Fürst u. Volk, zwischen Deutschland und Oesterreich’. […]“

Die bereits erwähnte Überlastung und gesundheitliche Angeschlagenheit Heerwagens führte zu einem über mehrere Jahre fortgesetzten Spiel: Er wollte nicht wiedergewählt werden und ließ sich doch jedesmal umstimmen, so 1878, 1881, 1885. „[…] da befiel ihn 1875 eine schwere, lange Erkrankung, eine Rippenfellentzündung, und wenn er sich auch von ihr zu unserer aller Freude recht gut erholte […] Doch 1884 tritt eine Wieder-[19]holung der früheren Erkrankung ein, nöthigt ihn, das Rektorat, sein theures Schulamt niederzulegen und im Herbste 1885 auch die Vorsteherschaft im Pegnesischen Blumenorden. […]“ Er wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1886 wird dann Dr. Wilhelm Beckh zum Präses gewählt. Vize wird August Schmidt. „Vor der vorzunehmenden Ersatzwahl in der Ordensleitung erklärt noch Herr Consul Fr. Knapp, wegen drängender Berufsgeschäfte sein Amt als 2. Präses niederlegen zu müssen u. überhaupt kein Amt mehr im Verein annehmen zu können.“ Wie Wilhelm Schmidt, Sohn von August Schmidt, in seinem ungedruckten Festschriftentwurf für 1944 berichtet, gab es im Hintergrund ein anderes Motiv: „Knapp erzählte um 1890 in kleinem Kreis einmal, er habe auf Anfragen, ob er die erste Vorstandstelle übernehmen würde, dies abgelehnt, aber sich bereit erklärt, zweiter Vorstand zu bleiben, wenn der ,Freund Postspezial’ erster werde. […] Offenbar war Knapp und die Mehrzahl der Tafelrunde, d.h. der in den Wochensitzungen Tätigen, bei der Nachwahl 1886 durch das unerwartete Aufgebot bislang und auch weiterhin untätiger Mitglieder überrumpelt worden. […] Die Alten sahen die Überlieferung bedroht und wollten die Leitung nicht in die Hände eines Zugezogenen übergehen lassen; […] Im übrigen war ihr Eingreifen durchaus gemäßigt; denn alle anderen Mitglieder der neuen Vorstandschaft waren neue Mitglieder oder solche aus dem Literarischen Verein.“

„Freitag, den 15. Oktober [1886]
[…II] 1) Freund Priem legt der Gesellschaft zur Begutachtung eine eigene ihn selbst betreffende Angelegenheit vor:
Die weitverbreitete Frauenzeitung ,Fürs Haus’ hatte vor einiger Zeit in ihrer Beilage ein Gedicht ,Der Rangstreit veröffentlicht, als dessen Verfasser sich eine gewisse ,Sofie von Schwäbisch Hall’ aufgeworfen hatte. Die Sache lief aber, deutsch gesagt, auf einen Schwindel hinaus, denn Sofiechen hatte sich die Autorschaft angemaßt. — Priem ist der Verfasser des alten und wohlbekannten Gedichtes, der sich auch sein Recht bei der ,Schriftstelle’ obengenannten Blattes schon zu wahren u. retten gesucht hatte. Infolgedessen hatte die edle schwäbische Dichterseele durch einen dienenden Geist eine unverschämte Postkarte schreiben lassen. — Letztere war nun für Priem Ursache unsere Meinung, unseren Rath zu hören; dieser ging dahin, Priem solle genannter ,Schriftstelle’ letztern Sachverhalt mittheilen, damit man vorsichtiger gegen Blaustrümpfliche Verwegenheit werde. […]“

Es wäre nicht nötig gewesen, der Sache eine antifeministische Pointe zu geben. Die spitz- und schnauzbärtigen Herren erfüllten halt ihr Rollenklischee. So auch pflichtschuldigst zu folgenden Anlässen:

„Freitag, den 9. März 1888 (Kaisers Todestag)
[…] Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende [Beckh] in warmen Worten des schmerzlichen Ereignisses des Tages des heute früh 9 Uhr erfolgten Todes unseres Kaisers Wilhelm. Rud. Geißler bringt in Anschluß hieran ein schönempfundenes Gedicht in welchem er auch dem empörten Gefühle Ausdruck gibt, daß Nürnberg nicht aus freien Stücken seinen Empfindungen durch ein Trauergeläute bekunden konnte — weil dieses höheren Orts nicht anbefohlen war. […]“

„Freitag 15. Juni 1888
[…] Eine tiefernste Stimmung waltete über dem kleinen Kreis der heute Anwesenden; hatte doch der Telegraph die erschütternde Kunde gebracht, daß heute Mittag 11.10 Minuten unser theurer. vielgeliebter Kaiser Friedrich von seinem schweren Leiden vom Tode erlöst und viel zu früh seinem unvergeßlichen Vater Wilhelm in die Ewigkeit nachgefolgt sei. Der I. Praeses Dr. Beckh sprach in tiefempfundenen, warmen Worten aus, was aller Herzen bewegte und schloß dann die Versammlung […]“

„Freitag den 5. Oktober 1888
[…] Dr. Beckh, der sich wegen der Teilnahme an der Sitzung der ostafrikanischen Kolonialgesellschaft schriftlich entschuldigt hat, erscheint um 10 ½ Uhr […]“

„Freitag 7. Dezember 1888
[…] Der Vorsitzende [Beckh] begrüßt zuerst Dr. Zehler, der sich nach langer Zeit u. trotz körperlichen Gebrechens wieder im alten Kreise einfand, was von allen Anwesenden herzl. Zustimmung fand. Dann gedenkt er in kurzen, tiefempfundenen Worten unsres unvergeßlichen Ehren-Präses Dr. Heerwagen, den wir heute zur letzten Ruhestätte geleiteten und fordert auf, sich zum Andenken von den Plätzen zu erheben, was geschieht. […]“

Ein am 12. März 1889 80 im „Korrespondenten von und für Deutschland“ erschienener Nachruf auf Heerwagen hebt hervor:
„Wie dem Menschen wohl um’s Herz wird, wenn die helle Sonne den Morgennebel besiegt, also ward es dem Schüler zu Muth, wenn er in die Oberklasse Heerwagens eintrat. […] Heerwagen war gewissermaßen das in die Erscheinung getretene humanistische Prinzip. ,Jetzt wissen wir erst’, gestand sich gar Mancher, ,warum wir Latein und Griechisch lernen.’ […] Als er einmal in jenem ironischen Ernst, der ihn so gut kleidete, an einen Schüler die Frage stellte, ob er denn den Faust schon gelesen habe, und der Angeredete sich beeilte, es zu versichern, da meinte Heerwagen lächelnd: ,Es würde auch nichts schaden, wenn Sie ihn noch nicht gelesen hätten. Verstehen werden Sie ihn doch erst später.’ Was man aber lese, solle man genau lesen; nicht ,naschen’, lautete die oft wiederholte Mahnung. […] Eine Eigenheit von ihm war dabei, daß er, um die Zunge zu lösen, auf der Dreizahl von Sätzen bestand. Dabei ereignete es sich dann freilich manchmal, daß ein Schüler die drei mühsam aufgefundenen Sätze hintereinander vorbrachte und der Lehrer am Schlusse sagte: ,So, das war der erste Satz, nun weiter!’ Ein solcher Auftritt schloß dann gern mit einer Klage über die fränkische Stammeseigenthümlichkeit der mangelnden Redegewandtheit.“

„43. W. V. Freitag d. 13. Dezember [1889]
 […] Der Vorsitzende macht auf die im Fränk. Kurier erschienene Besprechung der „Kurzen Geschichten“ von Rolf Heykens aufmerksam und schlägt vor, dem Dichter Theodor Fontane zu seinem 70. Geburtstage am 30. Dez. einen Glückwunsch zu senden. Es wird beschlossen dies zu thun und ebenso dem Ehrenmitgliede Hermann Lingg zu seinem siebzichsten [sic] Geburtstage am 22. Januar 1890 zu gratulieren. […] Dr. Volbehr beklagt sich darüber, daß der Pegnesische Blumenorden nicht dem Germanischen Museum seine Veröffentlichungen zukommen lasse, trotzdem er jene des Germanischen Museums regelmäßig erhalte. […] Zum Schlusse macht der Vorsitzende noch auf den schönen Nachruf aufmerksam, den Ebers in der Allgem. Zeitung dem Dichter Volkmann-Leander gewidmet hat, und verliest einen in demselben Blatte erschienenen schönen und charakteristischen Nekrolog Anzengrubers.“

„45. W.V. Freitag d. 27. December
[…] Ferner bringt derselbe [Volbehr] aus der Gegenwart einen Artikel gegen Professor Erich Schmidt zur Kenntniß — unter der Ueberschrift ,Robert Hamerling und Herr Professor Erich Schmidt’ von Carl v. Taler. Hierin wurden E. Schmidts unwürdige Angriffe auf den verstorbenen Dichter gebührend u. scharf zurückgewiesen und das Wissen u. Können des ,Herrn Professor’ nicht mit Glimpf auf ein Nichts gestellt.“

„Freitag am 17. Januar 1890
[…] Geißler berichtet über seine eingezogenen Erkundigungen bezgl. des k. Reallehrers Bachmann in Kitzingen, die dessen Privatleben betreffend nicht eben günstig lauten; ein eingelaufener Brief von Ruhld. Clingenstein dortselbst besagt ein Gleiches. — Aber abgesehen davon stellt man auch den allgemein gültigen Grundsatz auf, aus der Ordensbibliothek überhaupt nichts (namentlich nach auswärts nichts) ohne Bürgschafts-Leistung leihweise abzugeben.  — In vorliegendem Falle beschließt daher die Versammlung die Klajschen Schriften dem Rektorate der Realschule zu Kitzingen auf dessen besonderen, unmittelbar an uns gerichteten Wunsch u. gegen Empfangsbestätigung (Haftschein) gern leihweise zur Benutzung des Lehrers Bachmann zur Verfügung zu überlassen. […Es geht über ein Programm, vielleicht zu einer Klaj-Feier, das wurde auch im vorigen Protokoll nicht erwähnt.]
Im Briefeinlauf befinden sich Dankschreiben […] und von Th. Fontane für unsern Glückwunsch zu seinem 70. Geburtstag.
Von Prof. Dr. von Lexer z.Z. Rektor d. Univ. in Würzburg empfingen wir dessen Schrift ,Zur Geschichte der neuhochdeutschen Lexikographie. Festrede zur Feier des 308. Stiftungstages der Königl. Julius-Maximilians-Universität gehalten am 2. Januar 1890. Würzburg 1890. 4°’“

„Freitag d. 28. Februar
[…] Als Curiosum theilt der Vorsitzende noch mit, daß uns ,den Blumenorden’ die Leitung der „Allgem. Landwirtschaftlichen Ausstellung“ in Köln in gedrucktem Schreiben zur Beschickung derselben einlädt. — Es sollen also unsere Blumen dort auch blühen!“ — Jetzt fehlt bloß noch der Pekinesen-Zuchtverein.

„24. W.V. Freitag den 19. Juni 1891
[…] Sodann bringt Dr. Beckh zur Mittheilung, daß der erste Ordens-Schriftführer Ballhorn in kürzester Zeit Nürnberg verläßt um nach Leipzig überzusiedeln; […] Der Lesezirkel der von Ballhorn neu geordnet u. bisher geleitet wurde, wird nun von Herrn J. Braun (Kalbsche Buchh.) weiter besorgt werden; der Güte dieser Herren haben wir es zu danken, daß es durch die freiwillige Überlassung einer großen Anzahl von Zeitschriften, es uns ermöglichte, daß der Lesezirkel auf einen guten Stand gebracht werden konnte. Und so hielten es die beiden Vorsteher für geboten, hier eine Gegenleistung des Ordens eintreten zu lassen, indem sie Herrn Braun mit der Lieferung der bisher für Ordensrechnung von der Ebnerschen Buchhandlung bezogenen Zeitschriften vom Juli an betrauten  und in letztgenannter Buchhandlung die Blätter abbestellten. Die Versammlung erklärt sich mit dieser Anordnung vollständig einverstanden. Weiter wird auf Vorschlag der beiden Vorsteher beschlossen, den bisher von Ballhorn besorgten commissarischen buchhändlerischen Vertrieb (Commissions-Verlag) unserer eigenen Verlagsunternehmungen, wie ,Altes u. Neues’, ,Amarantes’, ,Album des Literarischen Vereins’, von nun an Herrn C. Schrag (auch Mitglied) zu übergeben. […]“

„Nürnberg, 23 Januar 1893
Mein sehr geehrter Praeses u. Freund!
Hierbei sende ich Ihnen vertraulich eine Abschrift des ebenfalls so vertraulichen Briefs den ich Heute, unser gestrichen Besprechung gemäss, meinem lieben Meister Geheimrath Professor Felix Dahn gerichtet habe.
Herzlichsten Gruss und besste Wünsche für Sie und die Ihrigen
Ihr treu ergebenster
Léon Duplessis.

Nürnberg, 23 Januar 1893.
Mein Hochgeehrter guter Meister!
Rolandin wurde im Pegnesischen Blumen Orden vorgelesen und ihre schönen Verse, ihre Kunst, ihr Realismus, ihr Heldenhaftiger Schwung mit lauter Begeisterung und Dankbarkeit von unserer kleinen wackern Schar aufgenommen.
Gestatten Sie mir nun Ihnen vertraulich wissen zu lassen dass der Orden in seiner gestrigen Sitzung von Freitag den 22ten Sie einstimmig als einen der grössten jetzt lebenden Dichter, Gelehrter und Deutscher zu seinem Ehren-Mitglied gewählt hat.
[…] Trotzdem ich gerne, mein hochgeehrter besster aller Meister, stets in ihrer liebenswürdigen Nähe zu leben wünschte, muß ich Sie leider jetzt schon in Eile verlassen.
Ich bitte Sie mich der hohen Meisterin ergebenst zu empfehlen.
Ihr treuer dankbarer
gezeichnet: Léon Duplessis.“

„6te Wochensitzung am Freitag, den 24 Februar 1893
[…] D. Heller schlägt seinen Schwiegersohn Fabrikbesitzer Wilhelm Tafel als Mitglied vor. […]“

„40t W.V. Freitag 22 Decbr 1893
[…] Dr. Beckh verliest einen Brief eines Herrn Reusch, früheren Fabrikarbeiters, der in den Orden aufgenommen zu werden wünscht; der gut geschriebene u. bescheiden gehaltene Brief erweckt Sympathie u. soll H. Reusch zum Besuch der Freitags Vers. eingeladen werden, um diese kennen zu lernen.  […]“

„1te W.V. Freitag den 5 Januar 1894
[…] Reusch liest einige Abschnitte aus seinen „Wortbildern“ in Versen, recht gut gemeint. […]“

„26 W.V. Freitag den 6 Juli 1894
[…] Dem Rottmeister Hofer, der sich heuer ganz besonders verdient gemacht, soll eine Gratification von m 50.- u. 1 K. Cigarren am Sonntag übergeben werden. […]
Dittmar [schlägt zur Aufnahme vor] Joh. Mendel, Schuhmachergeselle, Austraße 16. Dieser sei ein bescheidner junger Mann, der sich mit Poesie gern beschäftige; einige Proben, die Dittmar verliest, verrathen wirklich Begabung und zeigen eine ziemlich gewandte Form, die für die Zukunft vielversprechend sind [sic]. Einige Stimmen geben Bedenken Ausdruck; der Vorsitzende verliest aus den Statuten die Bedingungen der Aufnahme und weist darauf hin, daß die Kugelung den Maßstab für die Gesinnung der Mitglieder bilden werde. […]“

„27 W.V. Freitag 13 Juli 1894
[…] Die Kugelung über […] Herrn A. [?] Mendel ergibt […] Aufnahme […] mit 12 gegen 8 Stimmen. […]“

„36t W.Versammlung Freitag 9 Novbr 1894
[…] Postmeister Schmidt beantragt, daß der s. Z. Beschluß über die Aufnahme Mendels in Kraft trete & betont die nach den Regeln des Ordens vorgenommene Kugelung. Es gibt dieser Antrag Anlaß zu einer lebhaften Besprechung, an der sich Dr. Beckh, Knapp, Geißler, Dittmar betheiligen. Der Fall wird dadurch seine Erledigung finden, daß Mendel wie er Dr. Beckh selbst erklärte, seinen Austritt als Mitgld nehmen und nur als gerngesehener Gast erscheinen will. […]“

„37te W.V. Freitag 16 Novbr. 1894
[…] Mummenhoff gibt dann ein Gespräch mit Dr. Goetze wieder wegen dessen Differenzen mit Dr. Genée, die angeblich bestehen sollen und verlangt, daß eine bei dem Vorschlage Dr. Goetze’s zum corresp. Mitglied gefallene verletzende Äußerung (die Dr. Fuhse gemacht haben soll), zurückgenommen werde. Die Angelegenheit wird als außerhalb des Ordens liegend vom II Praeses beleuchtet und bemerkt, daß auch eine falsches Verlangen zurückgewiesen [mit Bleistift überschrieben: „abgelehnt“] werden müsse. […]“

„38t W.Versammlung Freitag 23 Novbr. 1894
[…] Die Kugelung über Prof. Dr. Franz Penzoldt in Erlangen [Vater des Schriftstellers Ernst Penzoldt] ergibt dessen Aufnahme mit allen Stimmen. […]
Vorsitzender verliest einen Brief Mummenhoffs, worin derselbe, nachdem ihm resp. Dr. Goetze die gewünschte Erklärung vom Orden nicht gegeben worden sei, seinen Austritt aus dem Orden erklärt. Dr. Beckh wäre für ein Schreiben an Dr. Goetze. Es sprechen in der Sache Schmidt I, Lehmann, Lambrecht, Geißler und billigt man allerseits die von Schmidt I sehr gut motivirte Ansicht, daß der Orden in dieser Sache keinerlei Schritte thun dürfe, so sehr auch der Austritt eines so thätigen Mitglieds wie Mummenhoff zu beklagen sei; auf eine Bemerkung Beckhs, daß gütliche Vermittlung anzustreben sei, betont Schmidt, daß stricte am Entschluß der letzten Versammlung festzuhalten sei. [mit Bleistift ergänzt: „mit privater v. Dr. Beckh angeregter pers. Verständ. ist Schm. einverstanden“] Man habe nicht mit Dr. Goetze, sondern mit Mummenhoff sich zu verständigen. […]“

„2t W.V. Freitag 18 [?] Januar 1895.
[…] Die Angelegenheit in Betreff Herrn Archivar Mummenhoff wird nochmals erörtert und soll Herrn M. die von ihm gewünschte Erklärung gegeben werden. […]“ — Geholfen hat es nichts; er ist ausgetreten am 7. 1. 1897.