Die religiöse Grundlage



Punkt I. setzt wieder die Ehre Gottes voran. Wer sollte wohl etwas dagegen haben? Es lag an den Pegnesen selbst, ob sie fähig waren, in der Selbsterkenntnis des Menschen innerhalb seiner irdischen Umstände, wie sie der Dichtung anderswo mehr und mehr zum Gegenstand wurde, auch eine Beförderung der Ehre Gottes zu sehen, oder ob ihnen lediglich Gesangbuchverse oder dergleichen einfielen; daß sie es unter dieser Devise wagten, diesem aus der Lage des Bürgertums gerechtfertigten Anliegen zu folgen, erscheint zunächst zweifelhaft, bis wir etwa verborgene Meisterstücke frühaufklärerischer Dichtung aus dem Ordensarchiv gezogen haben. Die Schriftenverzeichnisse, die AMARANTES jeweils den Lebensabrissen der von ihm besprochenen Mitglieder folgen läßt, lassen dies auf den ersten Blick allerdings nicht vermuten. CHRISTOPH VII. FÜRER hat, anteilig genommen, noch mehr Theologen zu Pegnesen gemacht, als es vorher schon geschehen war. Er ließ sich zwar poetische Werke zeigen, bevor er jemanden aufnahm, aber in den Schriftenverzeichnissen stehen hernach keine anderen Titel als Predigten, Kirchenlieder und theologische oder erbauliche Abhandlungen.