ABRISS DER GESCHICHTE DES PEGNESISCHEN BLUMENORDENS ANHAND SEINER SATZUNGEN

Teil IV: Von den Biedermännern zum Biedermeier

In seinem verdienstlichen Buch über Johannes Scharrer erwähnt Rainer Mertens außer der titelgebenden Persönlichkeit im Textteil noch weitere 23 Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, im Personenregister davon noch 14, und er fährt im Laufe seiner Darstellung Vereine, Institutionen und öffentliche Feiern an, woran der Blumenorden entweder als solcher oder mit einem bedeutenden Teil seiner Mitglieder beteiligt war. Nirgendwo aber nennt er den Namen des Ordens in irgendeiner Form. Diese schon sehr seltsame Auslassung erklärt sich bei einem Blick in sein Verzeichnis der benutzten Archive: Den Weg über die Pegnitz nach Süden zum Germanischen Nationalmuseum hat er offenbar nur genommen, um die Quellen von 15 Abbildungen und den Nachlaß Heideloffs aufzusuchen. Daß es ein Archiv des Pegnesischen Blumenordens gebe, in dem mehr aufzufinden sei als barocke Stücke, ist ihm unbekannt geblieben. Es lohnt sich also, gegen diese offenbar auch bei Historikern anzutreffende Unkenntnis, die freilich nur den Bekanntheitsgrad des Blumenordens in der breiteren Öffentlichkeit wiederspiegelt, einmal anzuschreiben. Der Pegnesische Blumenorden, so soll dargelegt werden, hat keineswegs nach dem Ende der reichsstädtischen Zeit aufgehört, eine tragende Rolle in Nürnberg zu spielen. Inwieweit dies nicht nur der Beteiligung seiner Mitglieder an Bestrebungen außerhalb des Ordens zuzurechnen ist, sondern mit den satzungsgemäßen Aufgaben zusammenhängt, die er sich stellte, bildet die Fortführung der Argumentation aus dem ersten Bande der vorliegenden Darstellung "Geschichte und Gedichte des Pegnesischen Blumenordens".

 

Wohltäter und Analytiker

Die Gesellschaft zur Beförderung der vaterländischen Industrie

Weitere private Einrichtungen

Pegnesen in öffentlichen Ämtern

Vorbedingungen für erneute Satzungsdebatten

Kiefhabers Anschub

Erster Anlauf zur Neuorganisation

Politische Verstrickungen

Die Aufnahme Wielands

Pflege des Irrhains

Die finanzielle Lage des Ordens in der Übergangszeit

Die eigentliche Arbeit des Ordens

Die Satzung von 1820

Veränderungsvorschläge zum Irrhain